Domenik Jet setzt Frankreich-Erfolgsserie in Nancy fort 

Nur neun Tage nach seinem Erfolg in Le Croisé-Laroche legte DOMENIK JET am Freitag in Nancy nach. Der von Pierre-Yves Verva gesteuerte Italiener übernahm früh die Spitze und kontrollierte das Rennen bis ins Ziel.

Auf den letzten Metern musste sein Fahrer zwar noch einmal nachfassen, doch DOMENIK JET behauptete sich in 1:13,6 Minuten über 2.600 Meter sicher mit einer Länge Vorsprung und sicherte 12.600 Euro Preisgeld.

Der Favorit COSTELLO O.E. belegte Rang zwei vor MICHIGAN BRO. Stallgefährte WALDGEIST, der zuletzt in Straßburg erfolgreich debütiert hatte, komplettierte als Vierter das starke deutsche Abschneiden.


 

 


Villeneuf feiert souveränen Erfolg in Jägersro

Zehn Tage nach seinem Sieg mit Cosmea in der Silverdivision von Jägersro kehrte Robbin Bot erfolgreich auf die schwedische Derbybahn zurück. Mit dem von Stall For Pleasure eingesetzten VILLENEUF landete der Willicher einen überzeugenden Favoritensieg. 

Nachdem er nach 500 Metern die Spitze übernommen hatte, bestimmte der Neunjährige das Geschehen nach Belieben. Mit einer starken Schlussrunde setzte sich der Nu-Pagadi-Sohn schließlich überlegen mit sieben Längen Vorsprung durch und gewann in 1:12,3 über 2.140 Meter. Für den Erfolg gab es 40.000 Kronen (rund 3.664 Euro). 


 

Cosmea nutzt ihre Chance und triumphiert mit Bestzeit 

Nach ihrem missglückten Auftritt in der Berliner Gold-Serie zeigte Cosmea in Jägersro eine starke Wiedergutmachung. Als 134:10-Außenseiterin gestartet, profitierte sie zudem vom Ausfall einer Gegnerin vor dem Start und rückte auf eine bessere Position vor.

Hinter der schnell führenden Favoritin Golden Cresent fand Cosmea mit Robbin Bot ein ideales Rennen im Windschatten. Das Tempo blieb hoch, doch in der Zielgeraden öffnete sich die entscheidende Lücke, die die Stute sofort nutzte.

Cosmea zog mühelos vorbei und gewann überlegen mit vier Längen. Für ihren zehnten Sieg kassierte sie 150.000 Kronen und setzte mit 1:11,6 über 2140 Meter zugleich die Tagesbestzeit auf der Mitteldistanz. 

 

Brothers in Arms mit starkem Endspurt Dritter in Vincennes

Eine knappe Dreiviertelstunde nach dem Prix de France stand für deutsche Interessen der Prix de Rouen (Gruppe III, 90.000 Euro) im Fokus. Brothers in Arms zählte nach seinem starken zweiten Platz Anfang Januar zum erweiterten Favoritenkreis. 

Mit Matthieu Abrivard im Sulky begann der Hengst jedoch nervös, sprang kurz an und fand sich nach einem Gedränge am Ende des Feldes wieder. Rund 40 Meter hinter der Spitze liegend, machte er vor den Tribünen auf der Innenspur mehrere Positionen gut, blieb zunächst jedoch eingeschlossen. 

Erst Mitte der Zielgeraden kam der Sohn des Fabulous Wood frei, schaltete sofort einen Gang höher und spurtete noch stark auf Rang drei hinter Kika Josselyn und Kelle Beaute. 

Mit 1:12,7 über 2.850 Meter verbesserte Brothers in Arms seinen Steherrekord und verdiente 12.600 Euro. 

 

Ready Hill triumphiert in Vincennes - Durchbruch beim fünften Versuch

Beim fünften Versuch in Paris-Vincennes hat Ready Hill am Dienstag seinen ersten Sieg auf der Traditionsbahn gefeiert. Der Wallach im Besitz von Hermann und Martha Lehner gewann den Prix d’Yvetot (35.000 €, 2.700 m) als klarer Favorit sehr überzeugend.
Matthieu Abrivard suchte früh die Initiative, übernahm nach rund 600 Metern die Führung und kontrollierte das Rennen fortan souverän. Im Einlauf löste sich Ready Hill problemlos vom Feld und kam in starken 1:14,3 sicher nach Hause, während die Konkurrenz nur noch um die Plätze kämpfte.Der Erfolg brachte 15.750 Euro Prämie und markierte zugleich Abrivards 3.500. Karrieresieg.

 

Cosmea glänzt im Prix Helen Johansson – Deutscher Stutenrekord egalisiert 

Quasi mit amtlicher Autorität vertrat die von Kathrin Kirchmaier-Schultz gezogene Cosmea die deutschen Farben im Prix Helen Johansson (90.000 € – 2.100 m – Gruppe III), dem Stuten-Pendant zum Jazzman-Rennen.
Nach den wenig erfreulichen Erfahrungen vor zwei Wochen in Cagnes-sur-Mer nahm Michael Nimczyk diesmal selbst hinter der Germania-Vertreterin Platz und brachte sie aus der zweiten Reihe innen sofort gut ins Rennen. Aus der dritten Position an der Innenkante kam die Lehner-Stute im Einlauf für mehr zwar einen Tick zu spät frei, zeigte jedoch ein starkes Finish und sicherte sich dennoch einen überzeugenden dritten Platz. Sie musste sich lediglich Idylle Express (Paul Ploquin), die im Speed ihren vierten Sieg in Folge im Wintermeeting feierte, sowie Elegance Kronos (Alexandre Abrivard), die zu Beginn der Endgeraden aus zweiter Position die Führung übernommen hatte, geschlagen geben. Mit einer Zeit von 1:10,9 über 2.100 Meter egalisierte Cosmea zudem den vor sieben Jahren an gleicher Stelle von Voyage d’Amour aufgestellten deutschen Stutenrekord auf der Mitteldistanz und verdiente sich ein Preisgeld von 12.600 Euro.

 

Souveräner Vincennes-Triumph für Exmes As 

Die sechsjährige Stute dominierte am Dienstag den Prix de Pontarlier in Paris-Vincennes nach Belieben und feierte einen beeindruckenden Start-Ziel-Sieg über 2.850 Meter. In 1:13,6 ließ sie der Konkurrenz keine Chance – kraftvoll, souverän und völlig unangetastet.

Benjamin Rochard musste Exmes As lediglich an der letzten Ecke kurz ermuntern, dann war alles entschieden. Ohne ernsthaften Peitscheneinsatz stürmte die barfüßig antretende Braune zu ihrem achten Sieg im 23. Start – und zum bislang wertvollsten Erfolg ihrer Karriere (20.700 €).

Der Triumph hatte besonderen Wert: Für Karin Walter-Mommert war es der erste Sieg eines allein ihr gehörenden Trabers in Frankreich – ein emotionaler Meilenstein. Nach nur drei Starts im Mutterland des Trabrennsports hat Exmes As dort bereits rund 31.000 € verdient.

Weniger Glück hatte Stallgefährtin Naikey, die nach einem unglücklichen Rennverlauf trotz großem Einsatz nur Rang vier belegte.

 

Glück, Drama und ein starkes Finish für Staccato HL!

Im Prix Céline Leclercq in Paris-Vincennes profitierte der von Paul Ploquin gerittene Wallach von einer nachträglichen Disqualifikation des Favoriten Joshua Peji – und rückte dadurch noch auf Rang vier vor.

Der Muscle-Hill-Sohn zeigte dabei eine starke Leistung, stellte in 1:11,2 eine neue Bestmarke auf und kassierte 5.440 Euro Preisgeld. Damit durchbrach Staccato HL zugleich die Marke von 200.000 Euro Lebensgewinnsumme.

Besonders beeindruckend: Mehr als die Hälfte davon hat der Nimczyk-Vertreter unter dem Sattel verdient – ein Metier, in dem er seit August 2024 fast durchgehend überzeugt und nun seinen 50. Lebensstart absolvierte.

Kurios am Rande: Die in Paris erzielten 5.440 Euro übertrafen sogar das gesamte Tagesergebnis des Willicher Teams in Berlin – trotz drei Siegen und weiteren Platzierungen.

 

Ready Hill überrascht mit starkem dritten Platz in Vincennes

Als Außenseiter gestartet, überzeugte Ready Hill im Prix d’Etrepagny (46.000 €) über 2.700 Meter mit einer starken Leistung. Der Vertreter von Stall Germania fand bei Matthieu Abrivard optimale Bedingungen, lief lange im Windschatten und nutzte im Einlauf eine Lücke konsequent. In 1:13,7 sicherte sich Ready Hill deutlich den dritten Platz und brachte 6.440€ mit zurück nach Willich.

 

Brothers in Arms glanzvoller Zweiter

Gelungener Start in die französische Saison 2026 für den Stall Nimczyk

Brothers in Arms überzeugte im Prix de Vic-sur-Cère (71.000 €) in Vincennes mit einem starken zweiten Platz. Der Sechsjährige bestätigte seine aufsteigende Form, lief lange im Mittelfeld und attackierte im richtigen Moment. Am Ende musste er sich nur Caviar From Mine geschlagen geben und verdiente in 1:14,2 über 2.850 Meter 17.750 Euro für seine Besitzer. 

 

Isla führt Nimczyk-Doppelsieg in Vincennes an

Im Prix de Montauban (56.000 €) für siebenjährige Stuten setzte sich Isla am 2. Weihnachtstag in Paris-Vincennes von der Spitze aus durch. Mathieu Mottier brachte die Stute in 1:11,8 sicher ins Ziel, knapp vor Trainingsgefährtin Sangria Pellini. Damit feierte das Team Nimczyk einen eindrucksvollen Doppelsieg und sicherte sich 70 Prozent der Preisgelder. Isla verdiente mit 25.200 € den höchsten Einzelscheck ihrer Karriere.

 

Starker Abschluss durch Robin Bakker und Klaus von Herten in Jägersro

Robin Bakker war bei der V85-Veranstaltung in Jägersro stark gefordert und stieg gleich sechs Mal in den Sulky. Während Torri und Exploit Kronos ohne Fortune blieben, überzeugte Cosmea mit einem starken zweiten Platz über die Meile in 1:11,6. Für den Höhepunkt sorgte Klaus von Herten, der im abschließenden Lauf der STL Klass I einen souveränen Start-Ziel-Sieg feierte und seinen ersten Auslandsstart in 1:13,5 über 2.140 Meter erfolgreich krönte.

 

Erster deutscher Wintermeeting-Sieg: Bayard triumphiert in Vincennes 

Stall Germanias Bayard sorgte für den ersten deutschen Erfolg im Wintermeeting 2025/26 von Vincennes. Der Ready-Cash-Sohn gewann den Prix d’Aigues-Mortes (56.000 €) über 2.100 Meter nach einem entschlossenen Start-Ziel-Ritt. Als großer Außenseiter setzte sich Bayard in 1:10,8 durch und hielt die Konkurrenz auch auf den letzten Metern sicher in Schach.

 

Michael Nimczyk glänzt bei der WM 2025

Die WM 2025 bot über alle sechs Renntage hinweg spannenden Sport – nicht zuletzt aus deutscher Sicht. Michael Nimczyk präsentierte sich bis zum Schluss als starker Botschafter des deutschen Trabrennsports, medial hervorragend begleitet von Christoph Pellander.

Ein genauer Blick auf die Leistungsdaten zeigt: Die Chancengleichheit war trotz Losverfahren nicht immer gegeben. Auf Basis der Eventualquoten hätte Nimczyk als Letzter abschneiden müssen - tatsächlich erzielte er jedoch 39 Punkte mehr als erwartet und erreichte fast 150 % der prognostizierten Ausbeute. Damit ist er klarer Gewinner in der Kategorie „besser als erwartet“. Nur wenige Fahrer wichen insgesamt deutlich von den Quotenprognosen ab.

Team Nimczyk dominiert die Breeders Crown 2025

Überraschungssieger Klaus von Herten gewann die BC den Hauptlauf für 4 Jährige Hengste & Wallache. In der Tagesbestzeit von 12,6/1.900m ließ sich das Gespann vom hinzueilenden Aladin nicht mehr abfangen und machte auf einen Schlag 150 Pferdebesitzer glücklich!   

Bei den 4 Jährigen Stuten glänzte Nimczyk mit Sahara Firebird: Nach dem krankheitsbedingten Ausfall im Stuten-Derby führte er die Stute mit sechs Längen Vorsprung in 14,1/1.900 Meter zum klaren Sieg und unterstrich ihren Status als beste Stute ihres Jahrgangs. Auch die dreijährigen & zweijährigen Stuten gingen an das Team Nimczyk: Mit Brownie Diamant ( 13,3/1.900m) und What a Dream erzielte er jeweils souveräne Siege, wobei What a Dream (15,7/1.900m) in einem spannenden Finish die Stallgefährtin Regina Wescco abwehrte.  Die zweijährigen Hengste und Wallache wurden ebenfalls zur Show des Stalles Nimczyk: Mit dem Außenseiter Arrivederci (237:10) zeigte er auf der Zielgeraden eine beeindruckende Endgeschwindigkeit und sicherte einen spektakulären Sieg über Balotelli in 15,3/1.900 Meter. 

 

Michael Nimczyk führt Cosmea zu beeindruckendem Breeders Crown Sieg 

Michael Nimczyk setzte seine Erfolgsserie fort: Die von ihm gesteuerte Stute Cosmea triumphierte in überzeugendem Stil im Hauptlauf und setzte damit die Erfolgsgeschichte deutscher Spitzenstuten fort. Nach einer starken Saison 2024 präsentiert sich die für Stall Germania laufende Cosmea in bestechender Form. 

Als 4,9-fache Mitfavoritin gestartet, übernahm Nimczyk früh die Spitze und ließ keine Zweifel an ihrer Überlegenheit. Mit der Tagesbestzeit von 11,4/1.900 Meter zog Cosmea allen Konkurrentinnen davon - ein Sieg, der ihre internationale Klasse unterstreicht. 

 

Siebenter Sieg in Frankreich: Trogir glänzt unter Rochard

Am Montagabend sicherte das Nimczyk-Quartier seinen siebten Saisonsieg in Frankreich. Benjamin Rochard führte Stall TippelToms Trogir im Prix des Buttes Chaumont (46.000 €, 2.875 Meter) mit viel Übersicht zum Erfolg. Der Love-You-Sohn übernahm früh die Spitze und hielt auch den Favoriten Nevada Lobell auf Abstand. Im packenden Einlauf musste Trogir kurz noch Eclipse Gar abwehren, trabte aber sicher in 1:14,2 über die Linie.  Mit dem Sieg erhöht das Nimczyk-Quartier die Saisonbilanz auf 342.020 Euro. 


 

Velten Riesling & Villeneuf siegen im Ostsee-Cup & Langen Hamburger

Michael Nimczyk setzte seine beeindruckende Tagesform fort und gewann das Finale des Ostsee-Cups mit Velten Riesling. Besonders spannend wurde es, als der nachgerückte Pellander-Trotter auf der letzten Halben noch einmal richtig aufdrehte und eine packende Duellpartie gegen seinen Trainingsgefährten Klaus von Herten lieferte, der das Rennen zunächst bestimmt und das Tempo hochgehalten hatte. Trotz aller Bemühungen musste er sich am Ende Velten Riesling geschlagen geben. 

Den krönenden Abschluss des Renntages bildete die Abschlussprüfung im „Langen Hamburger“. Villeneuf übergab zunächst das Kommando an den Mitfavoriten Falstaff Font, der im Schlussbogen scheinbar die Oberhand gewann. Doch auf dem Open Stretch drehte Villeneuf das Rennen erneut und sicherte sich den Sieg. Damit krönte der deutsche Champion einen erfolgreichen Tag mit zwei beeindruckenden Siegen. 


 

Cosmea siegt im Großen Preis von Deutschland

 

Im Hauptrennen des Tages, dem Großen Preis von Deutschland, setzte sich Cosmea in einem packenden Fotofinish gegen Nortolanda durch. Die beiden Stuten lieferten sich ein Kopf-an-Kopf-Rennen, bei dem jeder Schritt entscheidend schien. Auf der Zielgeraden hatte Nortolanda die Nase knapp vorn, während Cosmea außen stark nachsetzte. Die Rennleitung bestätigte den Sieg von Cosmea, da die Fahrspuränderung im Ziel entscheidend für den Ausgang war - eine Entscheidung, die von allen Beteiligten, darunter Siegfahrer Michael Nimczyk, anerkannt wurde. Mit diesem Erfolg sicherte sich Cosmea das Hauptrennen des Tages und begeisterte das Publikum mit einer eindrucksvollen Leistung. Die Stute aus dem Besitz des Stalles Germania siegte in 1:13,1/2200m.


Jimmy Ferro BR - nur fliegen ist schöner 

 Jimmy beeindruckt im Alsterpreis 2025

Einen atemberaubenden Schlussakkord lieferte Jimmy Ferro BR im Alsterpreis - ein Finale, das man nur als „nur fliegen ist schöner“ beschreiben kann. Vom Ende des Feldes aus, außen auf der Schlusskurve, startend, schoss er förmlich über die Bahn und zog in der Distanz wie auf unsichtbaren Flügeln vorbei. Michael Nimczyk konnte sogar noch entspannt ins Publikum winken, während Jimmy Ferro BR souverän in 11,4 Sekunden als Sieger über die Linie flog. 

 

 

Michael Nimczyk siegt souverän im 111. Ungarischen Derby

Michael Nimczyk setzte am Samstag im Kincsem Park in Budapest ein Ausrufezeichen. Mit der Favoritin Freya T Boko dominierte der 14-fache deutsche Champion das 111. Ungarische Derby über 2.500 Meter und führte die Stute in 1:15,1 sicher zum Sieg. Damit sicherte er der holländisch-ungarischen Besitzergemeinschaft die Siegbörse von 7 Mio. Forint (rund 18.000 €). 

Nimczyk ließ früh die Tempoverschärfung ansetzen, setzte sich früh vom Rest des Feldes ab und ließ nur Christoph Schwarz mit Friday Night zeitweise folgen. Auf den letzten 70 Metern musste er die Hand kaum noch aufmachen, so souverän war sein Ritt. 

Jimmy Ferro BR schreibt Rennsportgeschichte 

Geschwindigkeit, die Geschichte schreibt -
Jimmy durchbricht die Schallmauer 

 

Am Mariendorfer Juni-Auftakt war die Luft geladen vor Spannung, als das Publikum den dritten Lauf der Gold-Serie erwartete - über eine Meile, elf Rennen, ein Zwanzigtausender als besonderes Highlight. Doch niemand hätte geahnt, dass an diesem Tag Rennsportgeschichte geschrieben werden würde. Der Hengst Jimmy Ferro BR, gesteuert von Michael Nimczyk, explodierte geradezu aus der seiner Startposition. In einem Feld aus neun hochkarätigen Pferden, die zusammen zur Elite von Deutschland und Niederlanden gehörten, lag die Spannung förmlich in der Luft. Doch was folgte, übertraf alles Erwartbare: Jimmy Ferro BR raste zu einem Rekord, wie ihn die seit 1913 bestehende Derby-Piste noch nie gesehen hatte. Die Uhren blieben bei unglaublichen 1:09,5 stehen - das schnellste Trabrennen in Deutschland, ein Rekord, der wohl noch lange ungeschlagen bleiben wird. Zu diesem außergewöhnlichen Moment trugen viele Faktoren bei: perfekte Bedingungen, ein tempolauf von der Spitze - und ein Pferd, das zu Höchstleistungen geboren ist. Jimmy Ferro BR, Sohn des Spitzenvererbers Love You, ist international bekannt und wurde bereits von Europas Top-Fahrern gesteuert. An diesem Tag zeigte er jedoch eine Magie, die nur wenige Pferde je erreichen.

Exploit Kronos setzt seine Siegesserie fort 

Exploit Kronos war vor diesem Rennen kaum zu schlagen: Bei seinen letzten elf Starts hatte der Hengst des Stalles Melina nur ein einziges Mal hauchdünn verloren. Thomas Panschow, der den Hengst erstmals steuerte, und Trainer Wolfgang Nimczyk machten ihn zum klaren Favoriten, dicht gefolgt von Naikey, für die Michael Nimczyk das Kommando übernommen hatte. 

Von Beginn an zeigte Exploit Kronos seine Stärke: Zunächst ließ Panschow Parom vorlaufen, doch zu Beginn der Tribünengeraden übernahm er souverän die Führung. Dahinter reihten sich die Verfolger wie in einem Gänsemarsch auf, doch selbst im Schlussbogen konnte niemand den souveränen Hengst ernsthaft in Bedrängnis bringen und somit siegte Exploit Kronos souverän in 13,7/1.900m.

Sangria Pellini beeindruckt erneut in Vincennes 

Am Freitagabend in Vincennes zeigte Sangria Pellini erneut ihre Klasse: Für das Tippel-Tom-Projekt, das den deutschen Fahrernachwuchs unterstützt, gab es frische 12.250 Euro Preisgeld, und die Stute stockte ihr Karriere-Einkommen beim 51. Start auf beeindruckende 136.906 Euro auf.

Im Prix de Villecresnes für ältere Stuten begann das Rennen rasant: Die Belgierin Nymke Brigadoon schoss von der Startbox acht in wahnwitzigem Tempo an die Spitze, übergab dann aber rasch der favorisierten Dada del Ronco. Michael Nimczyk hielt sich zunächst zurück, beschleunigte Sangria Pellini Mitte der Gegenseite auf 1:10 und setzte zum Rush auf die Spitze an. Eine Lücke zum Rest des Feldes entstand sofort, doch im Einlauf musste die deutsche Stute die seit Wochen in Topform agierende Italienerin ziehen lassen.Am Ende blieb Sangria Pellini dennoch in 1:12,3 über 2100 Meter drei Zehntel schneller als beim Ehrenplatz im Wintermeeting - ein weiterer Beleg für ihre beständige Leistung auf höchstem Niveau.

Die Nimczyk-Form erobert die Schweiz 

Der Erfolgslauf der Nimczyk-Schützlinge setzte sich am Donnerstagmittag auch über die Landesgrenzen fort, nun ging die Reise diesmal ins rund 700 Kilometer entfernte Avenches, eine ruhige 5.000-Einwohner-Gemeinde im Kanton Waadt südlich von Bern. Für die Saisondebüts von Vamos CD und Sir Express hatte man zwei PMU-Rennen mit je 7.000 Franken ausgesucht - und beinahe wäre ein Doppelsieg gelungen. Vamos CD, ein Sohn des Father Patrick, startete als klarer Favorit für Schweizer Farben von Heiner Bracher, meisterte die Todesspur mühelos und zog auf der langen Zielgeraden zum überlegenen Erfolg in 1:15,4 über 2350 Meter

Auch Sir Express zeigte ein starkes Rennen: Anfangs außen postiert, wurde er im ersten Bogen vom favorisierten Distillato durchgewunken. Obwohl der Deutsche konterte, musste er sich auf den letzten 30 Metern hauchdünn geschlagen geben - ein knappes, aber beeindruckendes Rennen in 1:16,4 über 2350 Meter

Oldie but Goldie: Mister Ed Heldia glänzt in Frankreich

 Langsam wird die Erfolgsserie der Nimczyk-Schützlinge in Frankreich unheimlich beeindruckend. Nach den Siegen von Jimmy Ferro BR, Yahoo Diamant, Cosmea und Kate Baldwin im Wintermeeting sorgte Mister Ed Heldia am späten Montagnachmittag in Mauquenchy für den fünften Saisonerfolg des Willicher Quartiers. Zusammen mit lukrativen Platzierungen wie den Ehrenplätzen von Staccato HL und Sangria Pellini hat das Team in Frankreich bereits satte 176.000 Euro eingenommen. 

Besonders bemerkenswert: Der elfjährige Hengst gab sein Debüt in Europas Traberhochburg, gezielt im Prix Abo Volo, einem Course Européenne für Acht- bis Elfjährige mit 180.000 Euro Gewinnsumme. Unter der Führung von Robbin Bot nutzte Mister Ed Heldia seinen kapitalen Antritt von der Startbox fünf, übernahm mühelos die Spitze und setzte sich bereits ausgangs der letzten Kurve deutlich ab. 

Mit einem souveränen Vorsprung hielt er auch den späten Angriff des Favoriten Chitchat locker in Schach und gewann in 1:13,4 über 2150 Meter, was das Siegkonto des Hengstes auf 180.993 Euro anhob. Da elfjährige Pferde in Frankreich noch bis Oktober startberechtigt sind, plant das Willicher Quartier, auch weiterhin gezielt nach passenden Rennen für den erfahrenen Champion Ausschau zu halten. 

Kate Baldwin & Staccato HL glänzen in Frankreich 

Am Freitag, den 28. Februar 2025, setzten die Nimczyk Schützlinge ihre beeindruckende Erfolgsserie in Vincennes fort. Lange Zeit hatten deutsche Traber beim berühmtesten Trabrennen der Welt nur sporadisch teilgenommen - seit Silvester jedoch scheint das Quartier aus Willich ein Faible für Frankreich entwickelt zu haben. Am Freitag wagten sie im Satteltraben gleich einen Doppelschlag. 

Im Prix d’Alençon lief es von Anfang an nach Plan: Kate Baldwin (1:12,0/2175m) schnappte sich zwischenzeitlich die Spitze, wurde jedoch von Staccato HL (1:12,1/2175m) abgelöst. Auf der Zielgeraden nutzte Kate Baldwin die Gelegenheit, außen anzugreifen, und setzte sich gegen Trainingskumpel Staccato HL durch. Illusive Glory, kurz vor dem Ziel auf Rang zwei, wurde nach einer Überprüfung disqualifiziert, sodass Staccato HL den zweiten Platz sicherte. 

Am Ende feierten die Nimczyks einen doppelten Erfolg: Kate Baldwin gewann beim 17. Start in Frankreich und steigerte ihr Preisgeld mit 26.550€ gewinn auf 188.275 Euro, während Staccato HL mit 14.750€ mehr die Heimreise antrat. Ein Tag, der zeigt, dass das Willicher Quartier in Vincennes längst angekommen ist. 


Vincennes wird zur Bühne für Jimmy Ferro BR's Triumph 

 

Der im Besitz von Alexander van Dijk stehende Hengst brachte die üppigste Beute in der Stallkasse. Benjamin Rochard steuerte den Breeders-Crown-Sieger von 2022 im Prix André Meunier (7- und 8-jährige Europäer, 2.850 Meter, 60.000 Euro) meisterhaft, hielt ihn eng und sparte jeden unnötigen Meter. Während sich Island Love und Bitcoin d’Arc in Front patzten, nutzte Jimmy Ferro BR den freien Weg außen perfekt, streckte sich willig und sicherte sich 1:13,8 mit einem knappen Vorsprung vor Ixora, Versace Face und Imoko Jibelau. 

Der Hengst ist außergewöhnlich: Jimmy Ferro BR hat bereits über alle Distanzen gewonnen und zeigt dabei stets Spitzenleistungen, was ihn zu einem der bemerkenswertesten Traber Europas macht. Für Rochard und das Team Nimczyk bedeutete der Sieg nicht nur Prestige, sondern auch die üppige Belohnung von 27.000 Euro - und für die wenigen, die auf den Hengst gesetzt hatten, gab es beim Quotenstand von 222:10 ein lukratives Wettglück. 

 


Aladin zum Traber des Jahres 2024 gekürt 

Am Freitagabend bei der HVT-Championatsfeier in München wurde der vierjährige Hengst Aladin aus dem Gestüt IDEE von Albert Darboven als Traber des Jahres 2024 ausgezeichnet. Beim Online-Voting auf Mein-Trabrennsport erhielt er 41,7 % der 3.747 Stimmen und setzte sich damit deutlich gegen den Gentz-Schützling Intinori (31,4 %) durch. Den dritten Platz belegte die Derbysiegerin Nortolanda mit 15,9 %. 

Die öffentliche Ehrung von Aladin erfolgt bei einer kommenden Rennveranstaltung; vorab wird er das obligatorische Messingschild für seine Boxentür erhalten.